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Palau Aguilar

Der Palau Aguilar liegt im Herzen Barcelonas und verbindet mittelalterliche Bauteile mit Renaissance- und Barockformen. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1263 zurück, als Guillem de Caldes eine Vereinbarung über eine gemeinsame Dachmauer traf. Das Gebäude besitzt ein Erdgeschoss, drei Obergeschosse und im Osten eine begehbare Terrasse. Ein großes Rundbogenportal aus dem 18. Jahrhundert führt in das Vestibül, neben dem drei Fenster mit Wappen und Skulpturen der Familie Aguilar liegen.

Im westlichen Innenhof führt eine monumentale Treppe unter einem barocken hölzernen Vordach zur Beletage. Dahinter stehen drei Fenster mit skulptierten Stürzen, deren Ursprung im 13. Jahrhundert liegt. Eine Galerie mit Spitzbögen und ein Renaissanceportal zeigen ein Relief des heiligen Christophorus mit dem Christuskind. Mittelalterliche Holzbalken bewahren polychrome Darstellungen, darunter das Wappen der Familie Caldes, während die früheren Wandmalereien im Nationalen Kunstmuseum Kataloniens aufbewahrt werden.

Seit 1963 gehört der Palau Aguilar zu den Hauptgebäuden des Picasso-Museums in Barcelona. Ein 1983 errichteter Korridor verbindet ihn mit weiteren historischen Häusern des Museumskomplexes. Besonders eindrucksvoll bleibt der halbkreisförmige Bogen im südlichen Innenhof, der als letzter Rest einer mittelalterlichen Galerie gilt. In der Sala de les Menines lag einst ein erhöhter Hof mit Orangen- und Zitronenbäumen anstelle des mittelalterlichen Gartens.

Stadt
Barcelona
Aktualisiert

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