Casa de l'Aigua
Casa de l'Aigua ist ein Industriedenkmal in Barcelona mit Pumpstation, Aufbereitungsanlage und unterirdischen Wasserkanälen. Die Gebäude liegen in Trinitat Vella und Trinitat Nova. Zwischen 1915 und 1919 entstand der Komplex für die städtische Wassergesellschaft Aigües de Montcada. Seine Anlagen versorgten das alte Stadtzentrum und Barceloneta.
Die Typhusepidemie von 1914 machte eine bessere Trinkwasserversorgung dringend nötig. Brunnen in Montcada i Reixac und die Mina de Montcada speisten das Wasser, das eine unterirdische Galerie weiterpumpte. Unter der Avinguda Meridiana überwand sie fünfzig Meter Höhenunterschied. Die Station in Trinitat Nova klärte, chlorierte und speicherte Wasser in Becken, deren Haupttank zehntausend Kubikmeter fasste. Bis 1989 blieb sie Teil der Wasserversorgung Barcelonas.
Die Restaurierung begann 2007 und machte den gesamten Komplex bis 2018 wieder öffentlich zugänglich. Der Ort gehört zum MUHBA und dient als städtisches Gemeinschaftszentrum. Dauerausstellungen zeigen Barcelonas Wassergeschichte von der Römerzeit bis zur industriellen Revolution. Während des Spanischen Bürgerkriegs boten die unterirdischen Gänge Anwohnern zeitweise Schutz vor Luftangriffen.
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