Schillerhöhle
Die Schillerhöhle liegt 1,2 Kilometer westnordwestlich von Bad Urach-Wittlingen am Nordhang des Bergsporns. Der zwei Meter hohe und breite Eingang befindet sich nahe den Ruinen von Hohenwittlingen. Dahinter erstreckt sich eine 245 Meter lange, dreißig Meter tiefe Wildhöhle auf der Schwäbischen Alb. Als Naturdenkmal gehört sie zum UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb.
Vor etwa fünf Millionen Jahren lösten Wasser und Erosion den Kalkstein auf und formten den unterirdischen Hohlraum. Später sank der Grundwasserspiegel, und Hochwasser spülte Lehm vom Boden weg. Ausgrabungen von Friedrich von Mandelsloh brachten 1833 Knochen von Braunbären und Luchsen sowie einen menschlichen Schädel ans Licht. Eine steinzeitliche Besiedlung blieb dagegen unbelegt, obwohl David Friedrich Weinland den Ort als Tulkahöhle in „Rulaman“ schilderte. Die trockenen Räume zeigen heute beschädigte Tropfsteine, geschwärzte Stalagmiten und dunkle Sinterflächen.
Eine natürliche Brücke am Eingang stürzte im Mai 2009 ein und veränderte den Zugang dauerhaft. Während der Wintermonate schützt ein Gittertor überwinternde Tiere.
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