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Residenzschloss Urach

Das Residenzschloss Urach steht in Bad Urach und ist das einzige erhaltene spätmittelalterliche Residenzschloss Württembergs. Der Hauptbau entstand ungefähr um das Jahr 1400. Zum Bauensemble gehören ein Torturm, ein Professorengebäude, ein Torwächtergebäude und ein großer Südturm. Das rechteckige Hauptgebäude trägt ein markantes Satteldach. Im Goldenen Saal treffen eine flache Decke, vergoldete Wandtäfelungen und Säulen mit korinthischen Kapitellen zusammen. Drei Seiten bringen Licht in den Raum.

Eine Wasserburg sicherte hier seit der Mitte des elften Jahrhunderts den Sitz der Grafen von Urach im Tal. 1264 fiel die Anlage an die Grafen von Württemberg. Ludwig I. von Württemberg nutzte das Schloss ab 1442 als Residenz, bevor Eberhard I. es 1474 modernisierte. Später diente es vor allem als Jagdschloss und Festort. Um 1600 erhielt der Goldene Saal eine Innenausstattung der reichen Spätrenaissance. Der Zugang zum Schloss ist für Rollstuhlfahrende möglich.

Spanische Truppen besetzten das Schloss 1546, kaiserliche Truppen folgten 1634 während des Dreißigjährigen Krieges. Umbauten veränderten das Innere in den 1960er-Jahren. Dabei ersetzten Stahl und Beton mehrere historische Bauteile. Der Kern der alten Wasserburg verschwand im späten achtzehnten Jahrhundert. Seine Überreste dienten zur Entwässerung des Schwanensees.

Stadt
Bad Urach
Aktualisiert

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