Kartause Güterstein
Die Kartause Güterstein liegt nahe Bad Urach auf der Schwäbischen Alb und erinnert an ein ehemaliges Kloster. Ihre Geschichte reicht bis ins dreizehnte Jahrhundert zurück. Zunächst entstand hier eine Zisterziensergründung, später übernahmen Benediktiner aus Zwiefalten den klösterlichen Ort. Danach prägten Kartäuser die Anlage über viele Jahrzehnte. Kardinal Konrad von Urach steht mit der frühen Gründung in Verbindung. Der Standort entwickelte sich unter den Kartäusern zu einem bedeutenden Ort ihres Ordens.
Die Grafen von Württemberg unterstützten das Kloster, das als Begräbnisstätte ihrer Familie und als Druckort Bedeutung gewann. Die Druckwerke richteten sich auch an Laien. Die Universität Tübingen und die Brüder vom gemeinsamen Leben in Urach verstärkten später den Niedergang. Die Reformation löste das Kloster auf, danach wurden die meisten Gebäude abgetragen. Nur die Begräbniskapelle des württembergischen Herrscherhauses blieb erhalten. Erhaltene Denkmäler aus der Kapelle gelangten später in die Tübinger St.-Georgs-Kirche. In der Umgebung liegen die Gütersteiner Wasserfälle, außerdem prägen Tuffstein und Quellwasser den Standort. Das Quellwasser wird für ein nahegelegenes Gestüt genutzt.
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