Jakobertor
Das Jakobertor ist ein mittelalterliches Stadttor in Augsburg und begrenzt die Jakobervorstadt nach Osten. Sein Bau reicht bis ins vierzehnte Jahrhundert zurück.
Der quadratische Unterbau zeigt spitzbogige Durchgänge, römische Steintafeln und ein verwittertes Relief im westlichen Durchgang. Eine Zirbelnuss schmückt die Westseite über dem Durchgang.
Über dem Unterbau erhebt sich ein quadratisches Wachhaus, dessen oberer Abschnitt achteckig ist und ein zeltförmiges Dach trägt. Ein Vortor ergänzt die Anlage an der Ostseite.
Dort erinnern Holzrollen an die frühere Zugbrücke, und eine Christophorus-Darstellung steht über dem Eingang in einer flachen Nische. Der Ziegelbau steht weitgehend frei neben der Straße.
Ein Vorgänger namens Lechhauser Tor erscheint bereits im dreizehnten Jahrhundert, während das heutige Tor später als nova porta belegt ist. Hochwasser beschädigte das Tor im fünfzehnten Jahrhundert.
Im Dreißigjährigen Krieg zog der schwedische König Gustav Adolf durch das Tor, das damals als bewachter Zugang diente. Später nutzten Turmwächter den Bau zur Brandbeobachtung.
Nach der Umwandlung Augsburgs zu Bayern diente das Jakobertor als Militärgefängnis für das königlich-bayerische Stadtkommando. Der Abriss blieb nach öffentlichem Widerstand aus.
Ein Bombenangriff zerstörte im Zweiten Weltkrieg Innenraum und Dach, während die Außenmauern des Jakobertors stehen blieben. Ein neues Dach machte den Bau nach dem Krieg wieder nutzbar.
Der Bayerisch-Schwäbische Jakobsweg führt durch das Tor ins Augsburger Stadtzentrum und verbindet das Bauwerk mit einem historischen Weg.
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