Heiligste Dreifaltigkeit
Die Heiligste Dreifaltigkeit ist eine katholische Pfarrkirche im Augsburger Stadtteil Kriegshaber und die älteste Kirche dieses Teils der Stadt. Heute zeigt sie sich als dreischiffige Basilika mit Querhaus und eingezogenem, polygonal geschlossenen Chor. Der Turm an der Nordseite misst 37 Meter und trägt eine Kupferspitze. Von Westen führt ein rundbogiges Portal hinein, im Südwesten ergänzt ein kleiner Treppenturm die Fassade. Innen fallen die Kassettendecke in braunen und roten Tönen und der Boden aus Solnhofener Platten sofort auf.
Ursprünglich gehörten die Katholiken des Dorfes zur Pfarrei St. Peter und Paul im benachbarten Oberhausen. Schon 1689 stand in Kriegshaber eine eigene Kapelle, geweiht der Heimsuchung Mariens. 1866 errichtete der Augsburger Architekt Max Treu dann einen neugotischen Ziegelbau nach dem Vorbild von St. Ulrich in Königsbrunn. Im Mai 1868 wurde das Gebäude gesegnet, die feierliche Konsekration folgte 1873. Zwischen 1925 und 1929 griff Michael Kurz ein: Der baufällige Turm sank von 46 auf 37 Meter, und das Mauerwerk wurde verputzt. Im Juli 1944 zerstörte ein Bombenangriff das Langhaus, nur Turm und Chor blieben stehen. Die Dreifaltigkeitsgruppe über dem Altar überstand den Angriff und ist bis heute zu sehen. Der Wiederaufbau ab 1948 lag wieder bei Michael Kurz und nutzte die alten Fundamente und Ziegel. Zwei Seitenschiffe kamen hinzu, die Sitzplätze stiegen von 350 auf 450, und aus Spitzbögen wurden Rundbögen. Im Jahr 1950 wurde die Kirche erneut geweiht.
Kunst und Ausstattung stammen aus vielen dieser Bauphasen. Den Hochaltar mit gemalten Tafeln schuf Karl Radinger, zusammen mit Kanzel, Kreuzweg und einer großen Krippe. Seit 2000 gibt es zusätzlich eine eigene Lourdeskapelle. Gemeinsam mit St. Thaddäus gehört die Gemeinde zur Pfarreiengemeinschaft Augsburg-Kriegshaber. In der Apsis leuchten drei Fenster von Georg Bernhard: Gelb für Gott Vater, Rot für den Sohn, Blau für den Heiligen Geist.
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