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Goldschmiedebrunnen

Der Goldschmiedebrunnen steht auf dem Martin-Luther-Platz in Augsburg, nahe der Annakirche. Die Brunnenplastik zeigt einen jungen Goldschmiedegesellen auf einem klassischen Sockel, der einen Becher emporhält. Hugo Kaufmann entwarf die Figur in Berlin, und 1912 wurde sie erstmals enthüllt.

Sabine Bühler stiftete das Werk zum Andenken an ihren verstorbenen Ehemann August, einen Augsburger Bankier und Schachliebhaber. Damit erinnert die Darstellung an das Goldschmiedehandwerk, das Augsburg über Jahrhunderte prägte. Der ältere, klassisch wirkende Sockel verbindet sich mit der Figur zu einem Stück Stadtgeschichte. Der Platz hieß bis in die frühen dreißiger Jahre Annaplatz.

Seine abenteuerlichste Geschichte begann im Zweiten Weltkrieg, als Behörden die Figur zur Metallsammlung entfernten. Um 1950 tauchte sie ohne Becher auf einem Hamburger Schrottplatz wieder auf und kehrte nach Augsburg zurück. Mehrfach wechselte der Brunnen wegen Bauarbeiten den Standort, doch die Figur kehrte stets auf ihren Sockel zurück. Der mehrfach gestohlene Becher bleibt ein einprägsames Detail dieser bewegten Geschichte.

Stadt
Augsburg
Aktualisiert

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