Musée d'archéologie
Das Musée d’archéologie entstand 1963 in Antibes und befindet sich in der Bastion Saint André, einer Festung Vaubans. Die Anlage besitzt zwei gewölbte Galerien für die archäologischen Sammlungen. Funde aus Land- und Unterwassergrabungen zeichnen die Geschichte von Antipolis vom siebten Jahrhundert vor Christus bis zum fünften Jahrhundert nach Christus nach. Ligurische, griechische und römische Bevölkerungen prägen die Themen der Ausstellung.
Der Terpon-Kiesel, zwei steinerne Frauenköpfe und Keramik aus dem alten Stadtkern gehören zu den markanten Objekten. Der Terpon-Kiesel trägt die älteste in Antibes gefundene Inschrift. Vasen und Keramikobjekte zeigen Verbindungen zu Griechenland und verschiedenen Kulturen der italienischen Halbinsel. Zwei Münzen, Wandmalereien mit Vögeln und Liebesszenen sowie eine Marmorbüste verweisen auf die römische Epoche. Die Büste stellt Dionysos oder vielleicht einen Faun dar.
Amphoren, bunte Glasgefäße und Schiffsteile belegen Antibes’ Verbindung zum Mittelmeerhandel. Ein eigener Bereich zeigt Grabinschriften, Urnen, ein Ziegelgrab und einen Bleisarkophag aus antiken Bestattungen. Die Stele des tanzenden Kindes Septentrion zählt zu den bekannten Inschriften. Eine taurobolische Inschrift verweist auf Kybele, während ein kleiner Steinaltar dem lokalen Gott Pipius gilt. Funde aus Vaugrenier umfassen Hinweise auf Weberei, Knochenbearbeitung und Waffen. Das Museum ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich und bietet Aktivitäten für Menschen mit Behinderungen.
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