Zigeunermonument - Hel en Vuur
Im Amsterdamer Stadtgebiet steht das Zigeunermonument - Hel en Vuur als Ort der Erinnerung und Kunst. Die 3,5 Meter hohe Bronzeplastik ruht auf einem Backsteinsockel. Heleen Levano schuf sie Ende der 1970er Jahre. Ein Mann, eine Frau und zwei Kinder fliehen darin vor lodernden Flammen.
Das Feuer steht für die Gefahr, die Roma- und Sinti-Gemeinschaften als Symbol ihrer Verfolgung erkennen. Die Darstellung erinnert an die Millionen Roma und Sinti, die im Zweiten Weltkrieg ermordet wurden. Auf dem Sockel steht ein Gebet für die Toten in Romani. Eine weitere Seite trägt die Widmung an die Opfer des Völkermords. Stichting ROM erhielt die Schenkung und übergab sie anschließend der Stadt Amsterdam. Koko Petalo enthüllte das Werk am 25. November 1978. Nach dem Findling in Vledder galt es als erstes Denkmal weltweit für Roma- und Sinti-Opfer des Holocaust.
Jährlich versammeln sich Roma und Sinti hier zu einer Gedenkfeier. Die Zeremonie erinnert an 5.000 Menschen, die 1944 in Auschwitz ermordet wurden. Vor dem Krieg lebten etwa 4.500 Roma und Sinti in den Niederlanden. Nach Razzien im Mai 1944 deportierten Behörden 245 Menschen nach Auschwitz-Birkenau. Nur 31 von ihnen überlebten den Krieg. Die Inschrift beginnt mit den Worten „Putrav lesko drom angle leste“ und bittet um einen offenen Weg im neuen Leben.
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