Lekstraatsynagoge
Die Lekstraatsynagoge steht im Amsterdamer Stadtteil Rivierenbuurt, einem Teil von Plan-Zuid im Süden der Stadt. Der Bau entstand 1937 für eine wachsende jüdische Gemeinde und war die letzte Synagoge, die Amsterdam vor dem Zweiten Weltkrieg errichtete. Abraham Elzas entwarf sie im Stil der Nieuwe Zakelijkheid, einer funktionalistischen Architektur mit Einflüssen Le Corbusiers. Ihre strenge, rechteckige Fassade hebt sich deutlich von den dekorativen Bauten der Amsterdamer Schule ab.
Der unregelmäßige U-förmige Grundriss verbindet zwei rechteckige Baukörper mit einem Zwischentrakt. Natursteinplatten, quadratische Stahlfenster, eiserne Gartenzäune und doppelte Eichentüren unter einem Vordach prägen das Äußere. Über dem Eingang steht in hebräischen Metallbuchstaben ein Vers aus dem Buch der Könige. Im Inneren bewahren der frühere Hauptgebetssaal, die Frauenempore, die Marmortäfelung und die Nische für die Torarollen wichtige Elemente. Der kleinere Gebetsraum besitzt ebenfalls eine Frauenempore, während die Bänke um die Bima angeordnet sind.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier unter anderem gelbe Sterne verkauft, später diente das Gebäude als Lager für Möbel deportierter Juden. Nach Umbauten durch Edo Spier blieb es als Synagoge erhalten und wird teilweise weiterhin für Gottesdienste genutzt. Seit 2005 brachte eine Restaurierung den Bau seinem ursprünglichen Zustand näher, heute schützt ihn der Status als Nationaldenkmal. Einige originale Kupferleuchter von Abraham Elzas hängen noch immer in den Innenräumen.
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