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Herberg Zeeburg

Herberg Zeeburg steht in Amsterdam-Oost nahe dem Wasser und gehört zur Indische Buurt. Das Gasthaus entstand 1675, als dieses Gebiet noch zu Diemen gehörte. Die Fassade zeigt weiterhin das Aussehen von 1766, während der Bau heute der älteste der Indische Buurt ist.

Die Lage am Fort Zeeburg machte den Mosselsteiger zu einem Anlegeplatz für Schiffe. Dort wurden Vieh und Fisch entladen, teils gemästet und anschließend verkauft. Ställe, Scheunen, ein Heuschober und später ein Dampfschiffanleger ergänzten den Gasthof. Bis 1915 blieb er ein Gasthaus, danach diente er als Büro der städtischen Quarantänestation. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte das Zeeburg-Notkrankenhaus den Bau ebenfalls als Büro, während Flüchtlinge und Tuberkulosepatienten das umliegende Gelände prägten.

Die Baracken verschwanden nach der Eröffnung des Slotervaart-Krankenhauses 1975, der historische Bau blieb als Nationaldenkmal erhalten. Innen entstanden Wohnungen, deshalb unterscheidet sich die heutige Raumaufteilung deutlich vom früheren Gasthof. Türen, Treppen und Balken bewahren dennoch Spuren verschiedener Zeiten. Die Geschichten jüdischer Kinder aus den 1930er Jahren gehören ebenso zu diesem Ort wie die Erinnerungen an Viehhandel, Quarantäne und Krankenpflege.

Stadt
Amsterdam
Aktualisiert

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