De Dolphijn
De Dolphijn steht in Amsterdam als Grachtenhaus für die frühe niederländische Renaissance. Der Architekt Hendrick de Keyser der Ältere entwarf das Gebäude.
Der Kaufmann und Humanist Hendrik Laurenszoon Spiegel ließ es auf benachbarten Grundstücken errichten. Dieses Doppelgrundstück prägt die städtebauliche Besonderheit des Hauses.
Seine Fassade verbindet rote Backsteinschichten mit Sandstein und zeigt Fensterachsen, Ebenen sowie Zwillingsgiebel. Dieses Streifenmuster heißt Speklagen und macht die Fassade unverwechselbar.
Spiegels Wunsch nach schlichter Gestaltung ließ klassische Elemente aus de Keysers ursprünglichem Entwurf entfallen. Arion mit Leier und Delfin erklärt den Namen des Hauses.
Im Inneren bewahren eine gewölbte Stuckhalle, ein hinterer Raum, eine Stuckdecke und ein Kamin aus dem neunzehnten Jahrhundert historische Details. Diese Räume verbinden Architektur mit der Wohn- und Nutzungsgeschichte des Hauses.
Volckert Overlander erwarb De Dolphijn, später lebte dort Frans Banning Cocq, Rembrandts zentrale Figur in der Nachtwache. Cocq war außerdem Bürgermeister und Hauptmann der Amsterdamer Bürgerwehr.
Nach dem Tod seiner Witwe wurde das Gebäude in getrennte Häuser geteilt. Die Teile hießen De Vergulde Dolphijn und De Kleynde Dolphijn.
Restaurierungen veränderten Fenster und Giebel, brachten jedoch auch einzelne ursprüngliche Merkmale wieder zurück. So zeigt De Dolphijn Amsterdams Architekturgeschichte an einer einzigen Hausfassade.
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- Amsterdam
- Aktualisiert

Foto: bureau Monumenten & Archeologie (bMA)Attribution 
Foto: Abraham StorckAttribution
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