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Schwanentor

Das Schwanentor steht am Main in Würzburg und bewahrt Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Das ehemalige Stadttor leitete Waren vom Fluss in die Stadt und ersetzte einen älteren Zugang. Sein Renaissanceportal entstand 1584 auf städtische Kosten und besaß ursprünglich zwei Obergeschosse. Über dem Durchgang lag eine Wohnung für den städtischen Zimmermann, daneben stand das Gasthaus „Zum Schwan“.

Der Name Spiegeltor erscheint erstmals 1427 in den Ratsbüchern und blieb bis ins 17. Jahrhundert gebräuchlich. Das benachbarte Gasthaus gab dem Tor nach seinem Ankauf und seiner Renovierung den heutigen Namen. Ein Fallgatter schloss den Zugang, während Umbauten 1881 und 1882 ein drittes Geschoss und den Giebel ergänzten. Die Bombardierung Würzburgs zerstörte 1945 das Hotelviertel, doch das Portal überdauerte die Kriegszerstörung.

In den Jahren 1977 und 1978 integrierte ein Geschäftsneubau den Treppenturm und den alten Tordurchgang. An der Mainseite führen die bossierten Muschelkalkpilaster heute vor einem modernen Gebäude zu einem Treppenhaus. Zur Büttnerstraße zeigen sich polygonale Turmreste sowie vermauerte Fenster und Türen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Ein vermauerter Brunnenschacht und ein Brunnen machen die vielschichtige Geschichte vor Ort besonders anschaulich.

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Würzburg
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