St. Leonhard
St. Leonhard ist eine kleine Spitalkapelle in Deutschland mit barockem Saal und einem eingesetzten rechteckigen Chor. Der rechteckige Chor wirkt im Krankenhausbau beinahe verborgen. Das Langhaus bewahrt ältere Proportionen, während Rundbogenarkaden den Chor mit überdachten Wegen für Kranke und Besucher verbinden. Diese Verbindung prägt den Innenraum aus Langhaus und Krankenhausflügel. Eine Urkunde nennt die Kapelle erstmals 1426, und um 1500 diente sie vermutlich bereits als Leprosenkapelle.
Das Innere erhielt 1722 barocken Stuck und Fresken. Im 18. Jahrhundert kam der Hochaltar mit Franz Martin Kuens Darstellung des heiligen Leonhard zwischen Kranken, Pilgern und Tieren hinzu. Das Altarbild verbindet Abt, Kranke und Tiere. Unter der Empore steht eine restaurierte Madonna mit Kind aus der Zeit um 1730. Beim Ausbau des Krankenhauses verschwanden mittelalterlicher Turm und alter Chor, an ihre Stelle traten spätklassizistischer Chor und Dachreiter.
Der kleine Dachreiter trägt zwei barocke Glocken. Eine umfassende Restaurierung prägte das späte 20. Jahrhundert, und 2000 erhielt die Kapelle eine Orgel hinter neubarockem Prospekt. Die Orgel ergänzt den restaurierten Raum hinter einem neubarocken Prospekt. Von Advent bis Lichtmess füllt eine große Krippe die Kapelle und verstärkt ihren stillen Charakter. St. Leonhard bleibt ein Ort der Besinnung für Patienten und Besucher.
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