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St. Bartholomäus

St. Bartholomäus ist eine Friedhofskapelle, die 1727 als kompakter barocker Saalbau neu errichtet wurde. Der Baukörper wirkt niedrig, geschlossen und klar gegliedert.

Den Turm fügte man 1744 an, bevor man ihn im 19. Jahrhundert erhöhte und mit einem Spitzhelm versah. Seine ursprüngliche Zwiebelhaube verschwand bei dieser späteren Veränderung.

Im Inneren steht ein schwarz gefasster Holzaltar mit vergoldetem Akanthusdekor aus der Zeit des Neubaus. Das Altarbild zeigt den auferstandenen Heiland von Konrad Huber. Huber vollendete es im Frühjahr 1830 als sein letztes Werk, während weitere Andachtsbilder Mensa und Gesims ergänzen.

An den Seitenwänden hängt ein nazarenischer Kreuzwegzyklus aus der Zeit um 1856. Die östliche Turmwand trägt ein Wandbild von Anton Bischof, das Johannes und Maria mit dem Leichnam Christi zeigt.

Mehrere Epitaphe erinnern an die Familie der Fugger. Die Gedenkplatten stammen ursprünglich aus der Krypta der alten Stadtpfarrkirche und wurden später hierher versetzt. An der Nordseite erinnern Tafeln an die Gefallenen von 1870.

Größere Arbeiten erfolgten von 1938 bis 1941, eine umfassende Sanierung folgte Ende des 20. Jahrhunderts. Die Kapelle wurde am 23. Juni 1999 erneut eingesegnet. Die ursprünglichen Ausstattungsstücke befinden sich im Museumsfundus, und der Zugang ist rollstuhlgerecht.

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Weißenhorn
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