Laveshaus
Das Laveshaus in Hannover entstand zwischen 1822 und 1824 nach Plänen von Georg Ludwig Friedrich Laves. Der Architekt, Stadtplaner und Bauingenieur entwarf es im klassizistischen Stil als eigene Residenz.
Die Familie wohnte im dritten Stock, während die unteren Etagen an angesehene Mieter vermietet wurden. Dazu gehörten der französische Gesandte Louis-Henri de Roger de Cahuzac und Sir Hugh Halkett.
Um 1855 errichtete Laves für seinen Sohn George ein kleineres Atelierhaus, das später dem Haupthaus angeglichen wurde. Nach dem Tod des Bauherrn blieb das Grundstück zunächst in Familienbesitz und gelangte 1908 an die Stadt Hannover.
Das Gebäude diente danach als städtisches Gesundheitsamt und später als Fremdenverkehrsamt. Die Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs überstand das Laveshaus unbeschädigt, obwohl umliegende Gebäude zerstört wurden.
Seit 1998 ist das Laveshaus Sitz der Architektenkammer Niedersachsen und ein Zentrum für architektonische Kultur. Seine kubische Form, das rustizierte Erdgeschoss und ionische Säulen prägen die äußere Erscheinung.
Im Vestibül liegen Marmorfliesen, und freistehende Säulen markieren den für festliche Anlässe gedachten Raum. Leinwandgemälde zeigen Szenen aus der griechisch-römischen Mythologie.
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