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Else Lewin

Vor dem Haus Else Lewin liegt ein kleiner Messingstein im Gehweg, ein Stolperstein. Der kleine Stein trägt den Namen von Else Lewin.

Nach dem Ersten Weltkrieg heirateten Else und Heinrich Lewin und bauten hier ihr gemeinsames Leben auf. In diesem Haus wurde ihr Sohn Alfred geboren.

Die Familie lebte in Gotha, als die jüdische Gemeinde der Stadt noch sichtbar und verbunden war. Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten zerbrach diese Welt.

Nachbarn verließen Gotha oder verschwanden, während die Familie Lewin nach Auswegen suchte. Ihr Stiefsohn Rudy und ihr Sohn Alfred konnten Deutschland verlassen.

Else und Heinrich fanden keinen Weg aus Deutschland. Die Nationalsozialisten deportierten beide aus diesem Haus in das Ghetto Belzyce.

Danach fehlen weitere Spuren von Else Lewin in den Aufzeichnungen. Der Stolperstein verbindet ihren Namen mit diesem Haus, ihrer Familie und einem verlorenen Lebensweg.

Sein Messing macht die Erinnerung am Wohnort sichtbar. Wer hier innehält, begegnet einer Geschichte von Familie, Flucht, Deportation und Verlust, die in Gotha einen konkreten Ort behält.

Der Name Else Lewin bleibt hier lesbar.

By
Gotha
Indhold opdateret

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