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Palau Güell

Palau Güell steht mitten in Barcelona und gehört zu den frühen Bauten von Antoni Gaudí. Das Herrenhaus entstand zwischen 1886 und 1890 für den Industriellen und Kunstmäzen Eusebi Güell. Große Eingangstore aus Schmiedeeisen zeigen parabolische Bögen, Algenformen und Muster wie Pferdepeitschen. Kutschen gelangten über eine Rampe bis in den Keller mit Stallungen und Diensträumen.

Im Inneren führt der Weg in einen Empfangsraum mit verzierten Wänden, Decken und hochliegenden Fenstern. Durch diese kleinen Öffnungen konnten die Bewohner ihre Gäste vor der Begrüßung beobachten. Der große Festsaal bildet das Zentrum des Hauses und besitzt eine besonders hohe Decke. Kleine Öffnungen ließen sich nachts mit Laternen beleuchten, sodass ein Sternenhimmel entstand.

Das Dach trägt auffällige Schornsteine und zeigt Gaudís frühes Spiel mit Licht, Raum und Formen. Seit 1945 steht der Bau im Dienst kultureller Zwecke und gehört zum UNESCO-Welterbe „Werke von Antoni Gaudí“. Palau Güell veranschaulicht damit die Entwicklung der Modernisme-Architektur in Barcelona. An den Eingangstoren bleibt besonders das dicht gearbeitete Eisen mit seinen maritimen Formen im Gedächtnis.

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Barcelona
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