Stadtmodell 1800
Das Stadtmodell 1800 zeigt Zürich am Ende des achtzehnten Jahrhunderts als detailliertes Kartonmodell im Haus zum Rech. Architekt Hans F. Langmack vollendete das Modell 1942.
Die Darstellung arbeitet im Maßstab 1:500 und umfasst mittelalterliche Befestigungen sowie barocke, sternförmige Schanzen. Die Trennlinie der beiden Modellteile verläuft entlang der linken Seite der Limmat. Eine Restaurierung führte beide Teile 2008 in einer neuen Vitrine zusammen.
Johannes Müllers Stadtplan von 1788 bis 1793 lieferte die vermessene Grundlage für Langmacks Rekonstruktion. Langmack teilte Zürich für das Modell in 148 Baublöcke. Für jeden Block dokumentierte er Straßen, Grundrisse, Gebäudehöhen, Dachformen und Fassaden. Klöster und das Fraumünsterstift erscheinen ebenfalls, obwohl diese Bauwerke später abgerissen wurden.
Eine Medienstation ergänzt das Modell mit historischen Ansichten, Fotografien und Informationen zur Entstehung. Im Haus zum Rech befinden sich außerdem Baugeschichtsarchiv und Stadtarchiv. Die erhaltenen Karteien und Pläne zeigen Zürich vor den Veränderungen des neunzehnten Jahrhunderts. Die Form des Modells bildet ein gestrecktes Achteck mit 4,8 Metern Länge und 4,2 Metern Breite. Georg Amstutz unterstützte Hans F. Langmack bei der Ausarbeitung.
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