Marktplatz
Der Marktplatz bildet ein dichtes Fachwerkensemble, dessen helle Gefache und dunkle Balken den kleinen Platz rahmen. Das spätgotische Rathaus steht sichtbar im Mittelpunkt des Platzes. Sein Unterbau reicht ins vierzehnte Jahrhundert zurück und verleiht dem Gebäude eine deutlich erkennbare historische Schichtung. Am Eck stehen Pranger und Bamberger Elle nebeneinander. Gegenüber zeigt das ehemalige Rosenbergische Zehnthaus barocke Formen und bildet einen klaren Gegensatz zum gotischen Rathaus. Die Überlieferung ordnet das Zehnthaus Johann Jacob Michael Küchel zu. Daneben steht das katholische Pfarrhaus mit klassizistischer Gestaltung, sodass drei Epochen den Marktplatz eng miteinander verbinden. Diese Mischung erklärt den Namen gute Stube des Platzes. Hinter den Häusern erhebt sich der Kapellenberg mit der Wallfahrtskapelle Käppele als sichtbarem Gegenpol zur engen Platzfläche. Im Bereich des Stadtturms liegt das Dokumentationszentrum zum Hexenturm. Das Zentrum bezieht auch das angebaute Fronhaus ein und verbindet sichtbare Bauwerke mit schwierigen Kapiteln städtischer Geschichte. Am Platz erzählen Fachwerk, Bamberger Elle und Pranger von früherem Stadtleben.
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