Schenkenturm
Der Schenkenturm steht auf dem Kleinen Roßberg nordwestlich von Würzburg, hoch über dem Dürrbachtal und dem rechten Mainufer. Der Bergfried erreicht 297 Meter Höhe.
Der quadratische Turm aus Kalkstein und Sandstein trägt einen Zinnenkranz sowie ein gotisches Spitzbogenportal. Roter Sandstein aus dem Spessart fasst die Türgewände ein. Die mittelalterliche Burg wurde um 1270 erstmals erwähnt, ihre Kapelle erscheint 1293 in den Quellen. 1445 zerstörte ein Brand die Anlage. Drei Jahre später erfolgten Wiederaufbau und Erweiterung, bevor im 14. und 15. Jahrhundert weitere Verteidigungswerke hinzukamen.
1525 plünderten und verbrannten Bürger aus dem Würzburger Stadtteil Pleich die Burg. Unzureichende Entschädigung ließ die Anlage als Ruine zurück, die um 1600 teilweise zum Schenkenschloss umgestaltet wurde. Zwischen 1879 und 1881 restaurierte ein Verein den Bergfried als Aussichtsturm, weitere Sanierungen folgten 1959 und 1997. Mauerreste, geschützte Denkmalarchitektur und der Blick über die Landschaft verbinden hier mittelalterliche Wehrgeschichte mit einem greifbaren Aussichtspunkt.
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