Samuel Nussbaum
Samuel Nussbaum führt dich in Würzburg zu einer Geschichte jüdischen Lebens in der Region. Im Mittelpunkt steht eine Familie, die sich um 1800 in Hammelburg nahe Würzburg niederließ. Manes Nussbaum arbeitete als Tuchhändler und lebte dort mit Marianne und ihren sieben Kindern. Samuel wurde 1801 geboren, heiratete Carolina Bamberger aus Heidingsfeld und hatte vier Töchter.
Über mehrere Generationen prägten die Nussbaums Handel und Gemeinschaft in Hammelburg. Sie führten Textil- und Eisenwarengeschäfte, bis ein Brand 1854 große Teile der Altstadt und ihre Häuser zerstörte. Unter dem NS-Regime mussten Familienmitglieder ihre Wohnungen und Geschäfte unter Wert verkaufen und die Region verlassen. Einige emigrierten nach New York oder Stuttgart, andere wurden Opfer des Holocaust, darunter Hermann Nussbaum, Klara Kallmann und Rosa Rotschild.
Dokumente, Fotografien und Erinnerungen bewahren die Spuren dieser Familie. Yad Vashem führt mehrere ihrer Namen, während Charlotte Isler die Erfahrungen ihrer Angehörigen in einer Biografie festhielt. Der barrierefrei zugängliche Ort verbindet so persönliche Lebenswege mit der Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in Hammelburg und Würzburg.
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