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Marktbrunnen

Der Marktbrunnen, auch Obeliskbrunnen genannt, markiert das Zentrum des Unteren Marktes in Würzburg mit klassizistischer Gestaltung. Johann Andreas Gärtner entwarf ihn im frühen 19. Jahrhundert. Ein etwa fünfzehn Meter hoher Obelisk erhebt sich über einem quadratischen Sockel aus heimischem Muschelkalk. Schlichte Wasserbecken liegen an seiner Ost- und Westseite.

Spätere Reliefs an der Nord- und Südseite zeigen Frauen, die Lebensmittel und Getränke auf dem Markt tragen. Ihre Darstellungen spiegeln das geschäftige tägliche Markttreiben wider. Zugleich verweisen sie auf die napoleonische Zeit und die historische Entwicklung des öffentlichen Platzes. Eine Deutung verbindet den Obelisken mit früher Landvermessung. Markante Punkte wie dieser konnten bei der Triangulation für die Kartierung einer Region dienen.

Der Brunnen zählt zum geschützten kulturellen Erbe Würzburgs. Johann Martin von Wagner lieferte die Zeichnungen für die späteren Reliefs am steinernen Sockel. Nachts betonen eingelassene Bodenstrahler seine klare Form deutlich. Zur Weihnachtszeit verändern Lichtnetze am Obelisken sein Erscheinungsbild auf dem Marktplatz. Der Brunnen verbindet Kunst und Würzburgs sichtbare Alltagsgeschichte.

Stadt
Würzburg
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