Tattersall
Der Tattersall in Wiesbaden-Mitte entstand 1905 nach Plänen von Albert Wolff als Reithalle nach englischem Vorbild. Der Bau liegt im Historischen Pentagramm von Wiesbaden.
Für den Reitlehrer Ernst Weiß bot das Gebäude Raum für achtzig Pferde und ihre Versorgung. Nach dem Umzug der Reitschule nach Hofgut Adamstal stand das Gebäude ab 1971 leer.
In den achtziger Jahren erhielt der Tattersall eine feste Bühne, eine Tribüne mit fünfhundert Plätzen und eine neue kulturelle Funktion. Das Hessische Denkmalschutzgesetz schützt ihn als Kulturdenkmal.
Die Sanierung stärkte die Konstruktion und bewahrte historische Bauteile, während moderne Sicherheits- und Haustechnik einzogen. Schadstoffe wichen einer neuen Brandmeldeanlage im Gebäude.
Auf der Lehrstraßenebene liegt ein Bürgersaal, darunter finden kulturelle Aktivitäten und offene Jugendarbeit ihren Raum. Traditionelle Elemente blieben im modernisierten Gebäude sichtbar erhalten.
Die Arbeiten modernisierten außerdem Lüftung, Gebäudeautomation, Sanitäranlagen und Heizungsverteilung, ohne das historische Erscheinungsbild aufzugeben. Ein Bürgersaal ergänzt die öffentlichen Räume.
Der Tattersall verbindet seine Geschichte als Pferdehalle mit kultureller Nutzung und offener Jugendarbeit in Wiesbaden. Seine ursprüngliche Aufgabe bleibt am Namen ablesbar.
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