Schwarzer Bock
Das Hotel Schwarzer Bock, offiziell Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel, liegt im Herzen von Wiesbaden nahe dem Kochbrunnen. Der Bau bewahrt im Keller Spuren römischer Nutzung. Die Geschichte reicht bis zur römischen Siedlung Aquae Mattiacorum und zur Jahreszahl 1486 zurück. Diese Jahreszahl steht auf der Tür der Bar. Bei Bauarbeiten entdeckte man römische Grabsteine, Ziegel und Reste eines Hypokausts. Der Name „Zum schwarzen Bock“ soll auf Bürgermeister Philipp zu Bock und sein schwarzes Haar zurückgehen.
Nach Bränden wurde das Haus 1578 durch Hermann Burg wiederaufgebaut. 1662 war der Betrieb mit zwei Gemeinschaftsbädern wiederhergestellt. Um 1712 wurde der Komplex durch den benachbarten Rindsfuß erweitert. 1736 folgte die Einstufung als erstklassiges Badehaus. Im Zweiten Weltkrieg gingen die oberen Stockwerke verloren. Amerikanische Streitkräfte nutzten das Gebäude danach zwölf Jahre, bevor eine Renovierung 1957 die Fassade wiederherstellte. Das Ingelheimer Zimmer bewahrt Möbel aus dem Ingelheimer Schloss. Schnitzereien zeigen dort Wappen, biblische Szenen und weitere Symbole. Eine eigene Thermalquelle liefert Wasser mit 36 Grad Celsius für die Badeeinrichtungen.
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Foto: Carl v. d. Boogaart, WiesbadenPublic domain 
Foto: Kurt LindemannCC BY 3.0 
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