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Leichtweißhöhle

Die Leichtweißhöhle liegt im Norden Wiesbadens, eingebettet in die Schieferhänge des Taunus. Du siehst einen künstlich erweiterten Felsüberhang, der sich als Höhle etwa dreißig Meter durch den Berg zieht. Ihre Geschichte begann 1791, als Waldarbeiter Rauch aus dem Versteck aufsteigen sahen. Heinrich Anton Leichtweiß nutzte den Ort von 1789 bis 1791 als Zuflucht, nachdem er zum Wilderer und Gesetzlosen geworden war.

1856 erweiterte der Wiesbadener Verschönerungsverein die Höhle zu einer romantischen Räuberhöhle mit zweitem Eingang. Eine moosbedeckte Schlafnische, ein runder Raum mit Steintisch sowie alte Schusswaffen und Säbel erzählen von dieser Inszenierung. Eine Holzbrücke führt über einen künstlichen Wasserfall und verstärkt den wilden Charakter des Eingangs. Nach Vernachlässigung und Vandalismus ließ die Stadt den Zugang 1983 restaurieren und wieder öffnen.

Führungen verbinden die Räume mit der Geschichte Leichtweiß’ und der Entwicklung Wiesbadens zur Kurstadt. In der Umgebung findest du einen Spielplatz und Wege der Via Mattiacorum durch die Taunuslandschaft.

Stadt
Wiesbaden
Aktualisiert

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