Paulinenwarte
Die Paulinenwarte steht auf einem Hügel mitten im Wiener Türkenschanzpark und ragt 23 Meter über den englischen Landschaftsgarten. Sichtziegel und die Nähe zum Cottageviertel verbinden den Turm mit der Villenarchitektur des Währinger Viertels. Von der Plattform reicht der Blick über Wien und den Wienerwald, wobei hohe Parkbäume Sichtachsen verdecken.
Der Türkenschanzpark öffnete am 30. September 1888 unter Kaiser Franz Joseph I. Heinrich von Ferstel gestaltete die Anlage als Landschaftsgarten mit Wiesen, Hecken, Teichen und Steingärten. Anton Krones senior errichtete den Turm, der ursprünglich Aussichtspunkt und Wasserreservoir zugleich war. Im unteren Bereich steht noch ein Metalltank, der einst Wasser aus einem nahen Brunnen aufnahm. Rohre verteilten das Wasser im Park, doch ihr genauer Verlauf ist heute nicht mehr bekannt. Prinzessin Pauline Metternich stiftete viele exotische Pflanzen für die Anlage.
Nach der Schließung Mitte der 1970er Jahre begann die Stadt im Herbst 2009 mit einer umfassenden Sanierung. Seit dem 7. August 2010 empfängt der Turm wieder Besucherinnen und Besucher. Eine Gedenktafel erinnert an die Geschichte, während das 673.000 Euro teure Projekt von Stadt und Bezirk finanziert wurde.
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