Brunnenhaus
Das Brunnenhaus steht in Wien am Fuß des Parkgeländes zwischen der ersten und zweiten Otto-Wagner-Villa. Der byzantinische Bau gehört zum Garten des Ernst Fuchs Museums. Seine Keramikreliefs wurden dreimal gebrannt, während handgefertigte Bronzekapitelle die Verbindung von Architektur und Kunst zeigen. Ernst Fuchs schuf es zwischen 1992 und 1996.
Vor dem Eingang leuchtet der Mosesbrunnen mit einem farbenfrohen Tiffany-Glasmosaik im Sonnenlicht. Ein bronzenes Christophorus-Relief schmückt die Vorderseite des Nymphäums. Im Inneren erscheinen das Madonnenfenster und vergoldete Engel des Apokalypsebrunnens. Jedes Detail folgt Fuchs’ eigener Gestaltung und verbindet religiöse Motive mit magischem Realismus.
Das Gelände liegt bei natürlichen Quellen und beherbergt die tausendjährige Eiche, die als ältester Baum Wiens gilt. Die frühere Villa I entwarf Otto Wagner als Sommerresidenz und ließ sie 1886 bis 1888 errichten. Ernst Fuchs erwarb und restaurierte sie in den 1970er Jahren. Zwischen Skulpturen, Garten und historistischer Architektur bleibt besonders das dreimal gebrannte Keramikrelief im Gedächtnis.
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