Castello di Montorio
Das Castello di Montorio steht auf dem Montorio-Hügel südlich von Verona und blickt über die umliegende Ebene. Die Anlage verbindet mittelalterliche Mauern mit späteren militärischen Befestigungen. Ihre ältesten Bauwerke entstanden im zehnten Jahrhundert über römischen Überresten. Der unregelmäßige Grundriss folgt der Form des Hügels und gliedert sich in Castrum und Bastion.
Im Castrum erhebt sich ein Bergfried aus dem zwölften Jahrhundert, dessen Tuffstein auf einem Marmorsockel ruht. Sein Ziegelaufsatz mit Resten vorkragender Zinnen entstand zwischen 1360 und 1380 unter den Scaligeri. Auch der östliche Turm sowie mehrere Ringmauern bewahren Spuren dieser mittelalterlichen Bauphasen. Die westliche Bastionsfront blieb sichtbar, während österreichische Umbauten im neunzehnten Jahrhundert weitere Bereiche für Artilleriestellungen veränderten.
Ein breiter, in den Fels geschnittener Trockengraben schützte die Batterie am Fuß der hohen Mauern. Unterirdische Unterstände, ein Pulvermagazin und die frühere optische Telegrafenstation erzählen von ihrer militärischen Funktion. Heute öffnet der Haupthof den Blick auf Türme, Mauern und Batterien, während andere Bereiche geschlossen bleiben. Führungen, Konzerte, Freilichttheater und historische Veranstaltungen beleben die Anlage neben dem Ökomuseum.
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