Knisja tal-Ġiżwiti
Die Knisja tal-Ġiżwiti steht in Malta als weitläufige Kirche mit Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. Giuseppe Valeriano, Jesuitenpater, Maler und Architekt, entwarf den ursprünglichen Bau im späten sechzehnten Jahrhundert. Schwere Schäden verursachte 1634 die Explosion eines nahegelegenen Pulvermagazins. Beim Wiederaufbau prägte Francesco Buonamici den Bau mit geschwungenen Linien und reichen Barockdetails.
Neben der Kirche verbindet das Collegium Melitense religiöses Leben mit akademischer Geschichte. Das Oratorium der Unbefleckten Empfängnis zeigt Skulpturen und Gemälde zur Geschichte Marias, darunter Werke von Filippino Dingli und Stefano Erardi. Jahrzehntelanger Verfall schloss beide Oratorien, bis eine umfassende Restaurierung Dächer, Malereien und Schnitzereien bewahrte. Moderne Beleuchtung und Sicherungstechnik ermöglichen dort heute Konzerte, Ausstellungen und Vorträge.
Das Oratorium der Himmelfahrt, auch Onorati genannt, bewahrt Engelsfiguren, ein hölzernes Deckengewölbe und ein Altarbild der Himmelfahrt. Lediglich diese Verbindung aus steinernem Wiederaufbau und sorgfältig erneuerter Kunst bleibt besonders eindrücklich.
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