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Steinhaus

Das Steinhaus in Ulm gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Stadt und stammt aus der Romanik. Notar Marquard errichtete es im frühen dreizehnten Jahrhundert. Der Bau gehörte zum Grünen Hof, einem größeren Komplex mit der Nikolauskapelle und städtischer Geschichte. Der Grüne Hof bildete im zwölften und dreizehnten Jahrhundert ein Gegenstück zur Pfalz am Weinhof. Salem übernahm Steinhaus und Kapelle im Jahr 1222. Reichenau erhielt den Komplex später im Jahr 1246, während Ochsenhausen die Kapelle am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts erwarb. Die Nikolauskapelle verlor ihre romanische Apsis und erhielt später einen neuen Chor. Das Kloster Ochsenhausen formte das Umfeld danach zu einem klösterlichen Hof. Die Reformation säkularisierte die Kapelle im sechzehnten Jahrhundert. Nach Kriegsschäden wurde die Nikolauskapelle zwischen 1978 und 1980 restauriert und 1984 mit dem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnet.

Archäologische Untersuchungen im späten zwanzigsten Jahrhundert beleuchten die Baugeschichte. Das Steinhaus ist ein seltenes romanisches Wohngebäude. Die Kapelle zählt zu den ältesten erhaltenen Sakralbauten Ulms. Der Komplex gilt als einzigartiges Zeugnis staufischer Bauambitionen im urbanen Raum Südwestdeutschlands. Seine Geschichte verbindet Romanik, Stauferzeit und spätes Mittelalter.

Stadt
Ulm
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