Stadtmauer
Die Stadtmauer in Ulm verläuft am nördlichen Donauufer und verbindet historische Befestigung mit heutiger Uferlandschaft. Ihre Geschichte beginnt im späten fünfzehnten Jahrhundert. Damals lag die Mauer direkt am Fluss, und eingelassene Eisenringe machten das Festmachen von Booten möglich. Heute liegt davor eine Wiese. Das Uferbild änderte sich im Lauf der Zeit. Im Jahr 1800 ließ Napoleon die Befestigungen abtragen, sodass der untere Mauerteil als Hochwasserschutz erhalten blieb. Die Mauer wurde dadurch niedriger.
Der obere Wehrgang verschwand, und die Türme wurden bis auf den Metzgerturm ebenfalls abgebaut. Der Metzgerturm blieb erhalten. Das Eingangstor verschwand 1843 durch eine lokale Initiative, weil es den beliebten Spaziergängen im Weg stand. Die Stadt entfernte damit ein Hindernis für die neue Freizeitkultur. Aus einer Verteidigungsanlage wurde eine Promenade, die heute Blicke auf die Donau und die Stadt eröffnet. Die Wiese prägt das Ufer. An der Stadtmauer treffen Fluss, Wiese, Eisenringe und erhaltene Mauerreste aufeinander. Jedes Detail verweist auf Ulms Wandel.
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