Sonnenbunker-Denkmal
Das Sonnenbunker-Denkmal in Ulm erinnert an die Opfer eines Luftangriffs im Zweiten Weltkrieg. Der Angriff traf Söflingen und den westlichen Teil Ulms.
Am 22. Februar 1945 suchten mehr als 200 Menschen Schutz im Gewölbekeller der ehemaligen Brauerei im Gasthaus Sonne. Der getroffene Bunker kostete 173 Menschen das Leben.
Das Denkmal entstand 1950 nach einem Entwurf der Ulmer Bildhauer Georg und Eugen Scherer. Im Mittelpunkt des Denkmals steht der Erzengel Michael.
Sein flammendes Schwert steht für den Triumph über den Tod und prägt die Aussage des Erinnerungsortes. Das Denkmal wurde zunächst an prominenter Stelle aufgestellt.
Der Ort verbindet den Namen Gasthaus Sonne mit der Erinnerung an die Menschen im ehemaligen Brauereikeller. Ulm bewahrt an diesem Denkmal ein Kapitel seiner Kriegsgeschichte.
Die Darstellung Michaels macht aus dem Denkmal einen Ort, an dem sich Verlust, Schutz und Hoffnung auf Frieden begegnen. Die Zahlen geben dem Gedenken eine klare Dimension.
Mehr als 200 Schutzsuchende und 173 Tote markieren das Ausmaß des Angriffs im Gedächtnis des Ortes. So bleibt der Sonnenbunker Teil von Ulms öffentlicher Erinnerung.
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