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Schönes Haus

Das Schöne Haus steht als dreigeschossiges Fachwerkhaus im Ulmer Fischerviertel, nahe der Donau. Sichtbare Holzbalken prägen die Fassade, während das Erdgeschoss kaum rechte Winkel besitzt.

Eine Tafel am Eingang nennt 1533 und den ersten bekannten Besitzer, 1597 erfolgte die Erweiterung zur heutigen Gestalt. Die Schifferzunft nutzte das Gebäude als Sitz ihrer Meister und organisierte von hier den Transport von Waren und Menschen auf der Donau. An der Außenwand zeigt ein großes Fresko Belgrad und verweist auf die Türkenkriege von 1664 bis 1718. Ulmer Schiffer waren damals am Truppentransport beteiligt.

Johann Matthäus Scheiffele malte das ursprüngliche Fresko 1717, Georg Bosch restaurierte die sichtbare Fassung 1954. Erst 1981 kam das zuvor verputzte Fachwerk wieder ans Licht. Damit verbindet das Kulturdenkmal Baugeschichte, Flusshandel und das Arbeitsleben des historischen Ulm.

Stadt
Ulm
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