Rudolf Moos
Der Spot Rudolf Moos in Ulm erinnert an eine jüdische Familie und ihre Geschichte im Nationalsozialismus. Die Familie Moos lebte viele Jahre in Ulm.
Rudolf wurde 1910 in Ulm geboren und wuchs in der Promenade 7 mit Blick auf den Münsterturm auf. Er war der jüngste von drei Brüdern.
Mit Unterstützung von Verwandten und der Familie Veit studierte er Rechtswissenschaften in Heidelberg, München, Berlin und Tübingen. Sein erstes juristisches Staatsexamen bestand er im Frühjahr 1932.
Im Freien Wissenschaftlichen Verein setzte sich Rudolf während seines Studiums gegen Antisemitismus an Hochschulen ein. Seine juristische Ausbildung endete 1933 durch nationalsozialistische Ausgrenzung.
Ein Gesetz gegen jüdische Menschen und politische Gegner nahm ihm die berufliche Perspektive als Jurist. Die Familienkanzlei verlor danach ihre wirtschaftliche Grundlage.
Rudolf fand mit Unterstützung der Familie Veit Arbeit als Kaufmann in deren Filztuchfabrik in Göppingen. Auch seine Brüder Paul und Richard erlebten Verfolgung und schwere Lebensbrüche.
Vor dem früheren Wohnhaus erinnern kleine Messingplatten an die Familie und an jüdisches Leben in Ulm. Die Stolpersteine halten diese Biografie im Stadtbild präsent.
- Stadt
- Ulm
- Aktualisiert
Diese Seite aufs Handy holen
Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.
Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Ulm. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.
Was ist myTuur?
myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.
