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Rathaus

Das Ulmer Rathaus verbindet Baugeschichte, Handel, Recht und Stadtpolitik in einem Gebäude aus mehreren Epochen. Sein ältester Teil trug den Namen Gewandhaus und diente einst dem Textilhandel. Der Bau begann im 14. Jahrhundert und wuchs später um neue Lagerhäuser, einen Ratssaal und gotische Skulpturen. Eine Balkonkanzel diente einst wichtigen öffentlichen Ankündigungen.

Die Fassade zeigt frühe Renaissanceformen, kunstvolle Wandmalereien und eine astronomische Uhr aus dem 16. Jahrhundert. Martin Schaffner malte die Wandbilder im 16. Jahrhundert. Der Zyklus gilt als größter Wandmalereizyklus dieser Zeit in Deutschland und verbindet biblische mit mythologischen Bezügen. Die Motive zeigen göttliche Weisheit und Gerechtigkeit.

Isaak Habrecht fertigte die astronomische Uhr mit einer seltenen nördlichen Projektion des Astrolabiums. Die Uhr zeigt die Positionen von Himmelskörpern. Sie wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts sorgfältig restauriert. Das Äußere und die Wandmalereien blieben dabei weitgehend erhalten. Mehrere Renovierungen im 19. und 20. Jahrhundert bewahrten historische Bauteile und verbinden heute unterschiedliche Gestaltungsepochen. Das Rathaus bietet laut Eintrag Zugang für Menschen mit Rollstuhl.

Stadt
Ulm
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