Maria Holl
Maria Holl erinnert in Nördlingen an eine Wirtin, die einen der letzten Hexenprozesse der Stadt überstand. Der Gedenkbrunnen steht im Freien am Wasser und erinnert an ihren Mut. Seine Gestaltung ähnelt einem Scheiterhaufen und macht die dunkle Geschichte der Hexenverfolgungen sichtbar. Eine Gedenktafel an der Wand ihres ehemaligen Gasthauses ergänzt diesen historischen Ort.
Maria Holl wurde um 1549 nahe Geislingen an der Steige geboren und heiratete Michael Holl 1586 im Ulmer Münster. In Nördlingen eröffneten beide das Gasthaus „Die goldene Krone“, bevor sie 1593 der Hexerei beschuldigt wurde. Zweiundsechzig Foltersitzungen überstand sie, ohne ein Fehlverhalten zu gestehen. Am 11. Oktober 1594 sprach man sie frei, unterstützt von ihrem Glauben und vielen Bürgern. Der Brunnen entstand 1966 und wurde 2010 restauriert, sodass seine ungewöhnliche Form bis heute als Zeichen des Gedenkens wirkt.
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