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Die Ulmer Sammlung

Die Ulmer Sammlung war eine freie Frauengemeinschaft in Ulm, die während der Beginenbewegung im 12. und 13. Jahrhundert entstand. Gebildete Töchter aus Patriziat und wohlhabendem Bürgertum brachten ihr Vermögen ein. Sie verband wirtschaftliche Unabhängigkeit mit sozialem und bildungsbezogenem Engagement und folgte den Lehren Franz von Assisis.

Die Frauen wählten eine Meisterin aus ihren Reihen, während Amtsschwestern Verwaltungsaufgaben übernahmen und verschiedene Gewerbe führten. Mitglieder durften heiraten und die Gemeinschaft verlassen. Ab 1284 belegen Quellen ihren wirtschaftlichen und sozialen Rang, im 14. Jahrhundert besaß sie sogar Dörfer und Güter. Sie unterstützte soziale und Bildungsinitiativen in Ulm.

Nach der Reformation setzte sie ihre Arbeit als evangelische Frauenstiftung fort. Der Dreißigjährige Krieg und die Pest nahmen ihr jedoch die Selbstverwaltung. Im 18. Jahrhundert wurde sie durch Barbara Kluntz, Musikerin und Komponistin, zu einem kulturellen Zentrum. 1808 löste sich die Gemeinschaft auf, doch die Sammlungsschule wurde später Württembergs erste öffentliche höhere Mädchenschule.

Stadt
Ulm
Aktualisiert

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