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Bibliothekssaal im Kloster Wiblingen

Der Bibliothekssaal im Kloster Wiblingen steht in Ulm als zweigeschossiger Rokokosaal im gesamten Nordflügel. Zwischen 1740 und 1750 unter Abt Meinrad erbaut, misst er 23 Meter Länge und 11,5 Meter Tiefe.

Geschwungene Formen, eine Galerie mit welliger Balustrade und lange Fensterreihen prägen den Raum. Sie lassen Licht auf die figurativen Skulpturen von Dominikus Hermenegild Herberger und das Deckenfresko von Franz Martin Kuen fallen, das 1744 entstand. Im Zentrum erscheint eine von Engeln umgebene Frau als Sinnbild göttlicher Weisheit, während das Bildprogramm heidnische und christliche Quellen westlichen Wissens verbindet. Einst bewahrte die Bibliothek etwa 15.000 Bände und empfing zugleich angesehene Gäste, bevor die Sammlung nach der Säkularisation auf verschiedene Bibliotheken verteilt wurde.

Ein auffälliges Detail bleiben die weiß gestrichenen oder mit hellem Papier überzogenen Buchrücken, die sich unauffällig in die Raumgestaltung einfügten und zugleich Kosten sparten.

Stadt
Ulm
Aktualisiert

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