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Astronomische Uhr

Die Astronomische Uhr am Ulmer Rathaus verbindet mittelalterliche Architektur mit der Beobachtung von Sonne, Mond und Sternen. Fünf bewegliche Elemente machen sie zu einer der komplexesten astronomischen Uhren Süddeutschlands. Der Sonnenzeiger trägt an seiner Spitze eine goldene Sonne und wandert mittags oben, um Mitternacht unten. Ein Ring aus vergoldetem Kupfer dreht sich etwas schneller und zeigt das aktuelle Tierkreiszeichen.

Der Mondzeiger benötigt für eine Umdrehung etwa fünfzig Minuten länger als der Sonnenzeiger. Damit bildet er die Umlaufbewegung des Mondes und den synodischen Monat zwischen zwei Vollmonden ab. Eine Mondkugel dreht sich in einer löffelartigen Schale und zeigt je nach Phase ihre goldene oder schwarze Seite. Ein Drachenzeiger weist auf Finsternisse hin, sobald er mit Sonnen- und Mondzeiger ausgerichtet ist. Der Kalenderring umfasst Monate und Tage, zeigt das Datum und markiert Sonnenwenden sowie Tagundnachtgleichen.

Die Ursprünge reichen vermutlich in den Beginn des sechzehnten Jahrhunderts zurück, während die Tierkreisfiguren auf etwa 1520 verweisen. Nach technischen Schwierigkeiten beauftragte Ulm 1579 einen Uhrmacher aus Schaffhausen mit einer Reparatur. Die Himmelsbewegungen dienten damals auch der Navigation und der Landwirtschaft. Besonders eindrücklich bleibt die Mondkugel, die zwischen einer goldenen und einer schwarzen Seite wechselt.

Stadt
Ulm
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