Gesù Redentore
Gesù Redentore steht in Italien als kompakter Kirchenbau aus Backstein, dessen ruhige Masse sofort ins Auge fällt. Nicola Mosso, Leonardo Mosso und Federico Padovani gestalteten die Architektur mit Mauerwerk und Bogenöffnungen. Bögen gliedern die Fassade und setzen sich im Inneren als regelmässige Folge fort. Darüber steigen Gewölbe über dem Kirchenschiff auf.
Die Räume wirken klar, gesammelt und beinahe skulptural, weil massive Wände auf geformte Öffnungen treffen. Tageslicht fällt durch ausgewählte Öffnungen und erreicht Backstein sowie verputzte Flächen. Ein kleiner Hof bildet einen Aussenraum zwischen Strasse und Innenraum. Er rahmt Ausblicke und lenkt das Licht kontrolliert in die Kirche.
Runde Öffnungen und gewölbte Decken bestimmen wenige einfache, ernste Räume. Ornament tritt zurück. Stattdessen zeigen Fugen, Schatten und die rauen Oberflächen, wie Material und Licht zusammenwirken. An einem flachen Mauerstück verwandelt ein Bogen die Wand in einen Durchgang. Steh näher und beobachte, wie das einfallende Licht dort Struktur und Proportion sichtbar macht.
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