Chiesa della Madonna del Carmine
Die Chiesa della Madonna del Carmine zeigt an ihrer Fassade eine zurückhaltende, fast verborgene Architektur. Innen öffnet sich eine einschiffige Kirche mit sechs ovalen Kapellen. Filippo Juvarra entwarf den Bau zwischen 1732 und 1736 für die Karmeliter, die das Grundstück 1718 erworben hatten. Das hohe Gewölbe erhält Licht aus kleinen Dachkuppeln. Fenster in diesen Kuppeln erhellen Marmorflächen und Stuck im oberen Kirchenraum. Die drei ovalen Kapellen auf jeder Seite ordnen den kompakten Grundriss. Ein breiter Bogen trennt die beiden Kapellengruppen im Kirchenraum.
Am Hochaltar hängt ein großes Gemälde von Claudio Francesco Beaumont. Es zeigt die Madonna del Carmine mit dem seligen Amedeo IX von Savoyen. Unter dem Altar bewahrt die Kirche eine Reliquie, die Carlo Emanuele III stiftete. Spätere Kopien ersetzen die Holzfiguren von Stefano Maria Clemente. Das Clemente zugeschriebene Taufbecken wurde im Jahr 1763 vollendet. Der quadratische Glockenturm verbindet sich mit der Sakristei und verbirgt eine schmale Wendeltreppe. Bomben beschädigten die Kirche im Jahr 1943 schwer. Der Wiederaufbau orientierte sich an Fotografien, und 1955 wurde der Kirchenraum wieder für Gottesdienste geöffnet. Traditionelle Formen und ein heller Innenraum prägen das architektonische Erlebnis dieses Gotteshauses.
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