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St. Aegidius

St. Ägidius steht in Hirschau als neugotische Kirche aus kräftigem Quadermauerwerk und klaren Linien. Der Bau entstand 1851 und 1852 nach einem Entwurf Theodor von Landauers auf den Grundmauern älterer Vorgänger. Das lange Kirchenschiff führt zu einem dreiseitigen Ostchor, dessen hohe Wände kräftige Strebepfeiler tragen. So verbindet sich die strenge Form mit sichtbaren Spuren verschiedener Bauzeiten.

An der Nordseite des Chors erhebt sich ein dreigeschossiger Turm, der ursprünglich zu einer Wehrkirche gehörte. Sein heutiges Pyramidendach kam 1780 hinzu, während Uhr und Glocken den oberen Bereich prägen. Durch das Westportal gelangst du in ein schlichtes Schiff mit flacher Decke und einen Chor mit Kreuzrippengewölbe. Farbige Glasfenster von Wilhelm Geyer aus der Nachkriegszeit legen farbiges Licht über den Innenraum und die Empore. Dort steht eine restaurierungsbedürftige Orgel, die weiterhin Gottesdienste und gemeinschaftliche Anlässe begleitet. Eine Kreuzigungsgruppe, eine Mondsichelmadonna und eine Pietà verdichten die Ausstattung mit eindringlichen Bildmotiven. Besonders im Gedächtnis bleibt der Turm, der einst Schutz versprach und heute Uhr und Glocken trägt.

Stadt
Tübingen
Aktualisiert

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