Schloss Hohentübingen
Schloss Hohentübingen thront auf einem hohen Bergrücken und öffnet sich zu einem weiten Innenhof. Vier Ecktürme und mächtige Steinflügel verbinden Wehrhaftigkeit mit repräsentativer Renaissancearchitektur.
Im elften Jahrhundert stand hier zunächst eine Holzburg, die bald durch schwere Steinmauern ersetzt wurde. Im sechzehnten Jahrhundert ließ Herzog Ulrich von Württemberg die Anlage zur Renaissancefestung umbauen. Ein großer Festsaal im Nordflügel und filigrane Treppentürme erinnern an die einstige herzogliche Residenz. Später wich die militärische Nutzung der Forschung.
Im achtzehnten Jahrhundert nahm der Nordostturm ein astronomisches Observatorium auf, das Württembergs Landvermessungen unterstützte. Im neunzehnten Jahrhundert zogen universitäre Institute mit Laboratorien, Bibliotheken und Sammlungen ein. Die um 1535 errichtete Schlosskirche gilt als eine der ältesten eigens für protestantische Predigten entworfenen Kirchen. Heute führen Ausstellungen von Eiszeitkunst bis zu altägyptischen Schätzen.
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