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Barbarakirche

Die Barbarakirche steht in Unterjesingen und zeigt als spätgotische Saalkirche die Bauform der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Ihr Langhaus führt zu einem dreiseitig geschlossenen Chor im Osten. An der Nordseite ragt der Turm mit achteckigem Aufsatz und achtseitigem Helm auf. Südliche und westliche Maßwerkfenster sowie das Nordportal von 1894 prägen ihr Äußeres.

Im Chor spannt sich ein Netzgewölbe über zehn Konsolen, die geschnitzte Apostelbüsten tragen. Unter diesem Gewölbe hängt am Chorbogen ein Kruzifix um 1500. Das barocke Kruzifix von 1721 bewahrt an der Nordwand eine weitere Schicht kirchlicher Geschichte. Auf diesem Grund standen bereits im elften Jahrhundert Kirchen, während Barbara seit 1360 als Patronin belegt ist. Nach der Reformation von 1534 wurde die Gemeinde evangelisch, und Renovierungen veränderten den Raum mehrfach.

Die Umbauten von 1894 und 1964 suchten unterschiedliche Wege zwischen Erneuerung und gotischer Schlichtheit. Seit 2009 steht eine Sweetland-Orgel im Kirchenschiff und ergänzt die ältere Architektur. Besonders bleiben die geschnitzten Gesichter der zehn Apostel unter dem Chorgewölbe im Gedächtnis.

Stadt
Tübingen
Aktualisiert

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