Wasserturm
Der Wasserturm auf dem Petrisberg verbindet technische Funktion und markante Architektur in einer schlanken Betonkonstruktion. Herbert Montebaur plante den Turm im Jahr 1958. Mit knapp 39 Metern Höhe versorgte er einst die Kasernen auf dem Petrisberg sowie Tarforst, Neu-Kürenz und Olewig. Vier schlanke Betonscheiben tragen heute den runden Hochbehälter. Der Tank fasste 412.000 Liter Wasser und besaß doppelte Betonwände mit einer wärmedämmenden Kunststoffschicht. Eine Wendeltreppe führt im Inneren zur gläsernen Galerie. Der Treppenschaft erhielt ursprünglich Wabenfenster aus Beton, die später durch Stahlbleche ersetzt wurden. Die Galerie liegt etwa 30 Meter über dem Boden. Seit 1998 steht der Wasserturm unter Denkmalschutz und prägt mit seiner filigranen Form die Silhouette. Nachts macht seine sanfte Illumination den Petrisberg sichtbar. Seine futuristische Gestaltung galt bereits in den fünfziger Jahren als besondere Verbindung von Ingenieurskunst und Leichtigkeit. Die vier Pfeiler lassen den schweren Tank erstaunlich leicht erscheinen. Der Turm erinnert daran, wie die Wasserversorgung der Stadtteile durch eine klare technische Idee sichtbar werden konnte. Heute bleibt der Wasserturm eine auffällige Landmarke am Petrisberg.
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