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St. Matthias

St. Matthias steht in Deutschland als Benediktinerkloster über den Gräbern der Bischöfe Eucharius und Valerius. Die Krypta bewahrt ihre Sarkophage. Im Jahr 1127 entdeckten Mönche während Bauarbeiten Gebeine, die dem Apostel Matthias zugeschrieben werden. Damit besitzt der Ort das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen. Die 1148 geweihte Basilika verbindet romanische Grundformen mit barocken und klassizistischen Ergänzungen. Ihre Westfassade zeigt diese Baugeschichte deutlich. Im Inneren spannt sich ein Sterngewölbe aus dem 16. Jahrhundert über das dreischiffige, eher zurückhaltende Langhaus. Pilgerschilde und Heiligenbildnisse ergänzen die sichtbaren Spuren der Verehrung. Die Krypta umfasst neben dem Grab des Apostels Matthias auch die großen Sarkophage von Eucharius und Valerius. St. Matthias bleibt ein aktives Kloster mit Mönchen, Gebet und Pilgerspuren. Der Ort ist rollstuhlgerecht zugänglich. Die lange Raumfolge verbindet die schlichte Wirkung des Langhauses mit dem aufwendig gemauerten Gewölbemuster. Stein bildet hier das zentrale Material. Die Anlage entstand im fünften Jahrhundert über den Gräbern der frühesten Bischöfe der christlichen Gemeinschaft. Matthias gilt als Nachfolger des Judas. Die Verbindung von Wallfahrt, Klosterleben und Baugeschichte prägt den Ort ebenso wie seine Krypta.

Stadt
Trier
Aktualisiert

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