Palais Kesselstatt
Das Palais Kesselstatt steht in Deutschland als barocker Stadtpalast mit drei Flügeln und einem stillen Innenhof. Seine mittlere Fassadenpartie springt als kräftiger Risalit hervor und lenkt den Blick auf den Mainzer Architekten Johann Valentin Thomann. Zwischen 1740 und 1746 entstand der Bau für Graf Karl Friedrich Melchior von Kesselstatt. Ein Mansarddach und die ausgewogene Fassade verleihen dem engen Stadtgrundstück dennoch Weite.
Unter dem Palais liegen gewölbte Keller aus derselben Zeit, die jahrhundertelang der Weinlagerung dienten. Im benachbarten ehemaligen Bernardhof steht eine originalgetreue Nachbildung des berühmten Neumagener Weinschiffs. Lange beherbergte das Gebäude außerdem den Sitz des Kesselstatt-Weinguts und bewahrt damit die Verbindung zur regionalen Weinkultur. Schwere Kriegsschäden veränderten den Bau, doch eine sorgfältige Rekonstruktion erhielt seine barocken Formen. Heute nutzt man die Räume überwiegend als Büros, während Stein, Fenster und Dach weiterhin von adelischem Anspruch erzählen.
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