Kornmarkt
Der Kornmarkt ist ein historischer Stadtplatz in Deutschland, dessen gepflasterte Fläche früher dem Getreidehandel diente. Seine geordnete Anlage entstand 1746 für den städtischen Handel. 15.000 Granitplatten bilden das Pflaster, dessen nordwestliche Seite sich leicht wölbt. Eine große Zeder steht heute am Rand.
Auf der Westseite erhebt sich der fast zwölf Meter hohe Georgsbrunnen von Johannes Seiz im Rokokostil. Reliefs zeigen Geschichten vom Drachentöter und schmücken den Stein. Das klassizistische Kasino an der Südseite entstand 1825 und versammelte einst das gehobene Bürgertum, darunter Heinrich Marx. Seine Räume prägten das gesellschaftliche Leben.
Der Platz wurde im 20. Jahrhundert mehrfach umgestaltet, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und danach wieder aufgebaut. Das Postamt ersetzte später das einstige Prachtgebäude Königsburg. Heute planschen Kinder in Wasserkanälen, während Erwachsene an Caféterrassen sitzen und Sommerfeste den Platz beleben. Die Zeder erinnert an Bürgerproteste und gemeinsames Handeln.
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